Kurze Beschreibung
Der Standort Kaserne Klusberge war in der Vorkriegszeit ein Fliegerhorst und verfügte somit über eine Start- und Landebahn. Durch das Relief prädestiniert und durch die Truppen vor Ort gefordert, errichteten die sowjetischen Truppen, südlich angrenzend an die Garnison, einen Schießplatz. Die Start- und Landebahn wurde abgetragen. Hier übten bis zuletzt alle Waffengattungen: von der Infanterie bis zu den Panzertruppen. Es gab Panzerschießbahnen, Handgranatenabwurfplatz, Schützengräben, Fahrbahnen und vieles mehr.
Für die Schießübungen der Panzer legte man eigens große Wälle an, die eine Abgrenzung zwischen den Schießbahnen darstellte. Für die Leitung und Auswertung der Schießergebnisse gab es zwei Schießaufsichten, ein Turmähnliches Gebäude mit begünstigtem Blick auf die Schießbahnen.
Die 2. Schießbahn (von Westen gesehen) lag genau vor der Schießaufsicht. Hier befand sich am Kopf der Schießbahn eine Betonfläche, auf der im originalgetreuen Abstand Panzerketten für vier Panzer aufmontiert waren. Somit konnte man einen Panzerzug nebeneinander aufstellen lassen und das Gefecht im Stand üben (Defensivfeuer).
Verteilt auf den ganzen Schießplatz findet man zahlreiche Gräben und Wälle, dessen Funktion man im Detail so nicht beschreiben kann. Sie dienten allgemein der Darstellung für Ziele und Abgrenzungen der Schießbahnen innerhalb des Schießplatzes.
Vorwegzunehmen ist, dass sich im dortigen Panzerregiment auch Selbstfahrlafetten der Artillerie befanden. Doch übte diese Technik auf großen Truppenübungsplätzen wie die Colbitz-Letzlinger Heide. Denn mit einer maximalen Zielentfernung von ca. 1,6km (vom Schießbahnkopf bis zum Zielgebiet) konnte sich die Truppenartillerie nicht zufrieden geben.
Zwischen den Schießbahnköpfen und dem Wald des Klusberges gab es Flächen für die allgemeine Ausbildung der Panzerfahrzeuge. Dafür zeugen zahlreiche Fahrspuren, die auf Satellitenaufnahmen deutlich zu sehen sind.
Die eigentliche Panzerfahrschulstrecke lag am anderen Ende der Klussiedlung. Die Strecke verlief in vom Nordrand der Klussiedlung in Richtung Thekenberge. Früher wurde das Gelände von einer Fahrschule für LKW des Typs SIL genutzt. Die steilen Hänge boten ideale Ausbildungsgrundlagen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sich hierbei um einen normalen Schießplatz der GSSD handelte, der keine Besonderheiten aufweist.
(Weitere Ausführungen folgen evtl. demnächst)
Fotos