Die Komplexlager der NVA um Halberstadt



Komplexlager-12 (KL-12)

   Das Stollensystem des späteren KL-12 befindet sich unter den Thekenbergen südwestlich von Halberstadt (westlich der Kaserne Klusberge).
   Noch ein Jahr vor Kiegsende, 1944, begann man mit der U-Verlagerung der Junkerswerke. So wurde unter dem Tarnnamen MALACHIT die Stollenanlage durch Zwangsarbeiter aus dem Gefangenenlager Langenstein-Zwieberge (Außenlager des KZ Buchenwald) errichtet. Neben den Junkerswerke (Halberstadt) sollten auch andere Rüstungsbetriebe unter dem Thekenberg ihre Produktion fortsetzen. So wurde ein 17km langes Stollensystem unter unmenschlichen Bedingungen erschaffen.
   Nach Sprengungen und weiteren Baumaßnahmen nutze später die NVA die Untertageanlage (UTA) weiter, wobei nur ca. 13km in Anspruch genommen wurden. Das spätere KL-12 war dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) der DDR direkt unterstellt.
   Zu DDR-Zeiten fungierte es als großes unterirdisches Versorgungslager. Das KL-12 hätte zusammen mit dem KL-02 die Divisionen des Militärbezirks V (im Krieg: 5. Armeekorps) mit Ausrüstung versorgt.
   Durch die vorgeschobene Position nahe einer möglichen militärischen Front hätte das KL-12 eine Schlüsselfunktion in einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Warschauer Vertrag und NATO gespielt. Nach der NVA nutzte die Bundeswehr die UTA für kurze Zeit als Luftwaffenmaterialdepot 52 (LWaMa Dep. 52).

Das Komplexlager-02 (KL-02)

   Gleiche Funktion hätte auch das KL-02 bei Blankenburg übernommen. Unweit von Halberstadt befand sich hier eine vergleichbare UTA, die ebenfalls durch Zwangsarbeiter errichtet worden war. Auch hier zog später die NVA ein und nutze die Stollenanlage im Regensteinsmassiv als Ausrüstungs- und Munitionslager.
   Die Ausbaumaßnahmen zu DDR-Zeiten führe die Firma "Schachtbau Nordhausen" durch. Nach Beendigung der Baumaßnahmen in Blankenburg führten sie ihre Arbeit in den Stollenanlagen unter dem Thekenberg fort.
   Das Objekt wird heute durch die Bundeswehr als Sanitätshauptdepot weitergenutzt.

   Lage der beiden Objekte:


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